ROLIVE e.V.

ROstocker Pflege-/ AdoptiveLtern InitiatIVE e.V.


Publikation der unabhängigen Projektgruppe

Zwischenbericht der Projektgruppe »Strukturanalyse Fremdunterbringung« zur Situation von Pflegekindern
im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern
(13. Oktober 2009)

 

Der hier vorgelegte Zwischenbericht stützt sich auf

  • Zahlen der statistischen Ämter,
  • zur Verfügung gestellte Informationen zur Arbeitsweise aus einzelnen Jugendämtern,
  • Expertenwissen aus dem Pflegekinderwesen und
  • Gespräche mit Experten sowie Praktikern des Pflegekinderwesens in Mecklenburg-Vorpommern.

 

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Bestürzung über den Tod von Chantal
Kind verstirbt unter den Augen der Jugendhilfe

Mit Entsetzen und tiefer Trauer haben wir den Tod Chantals zur Kenntnis genommen.
Wir schließen uns der Erklärung der Projektgruppe "Strukturanalyse Fremdunterbringung" anlässlich des Todes von Chantal in Hamburg an.
Es stellen sich viele Fragen, wie es zum Tod von Chantal gekommen ist.
Besonders betroffen sind wir, dass das junge Leben Chantals
in einer Pflegefamilie so tragisch geendet hat.
Sicherlich wirft dieser Tod ein nicht unbedingt positives Bild auf Pflegeeltern.
Eine Pauschalisierung ist jedoch in keiner Weise angebracht.
Pflegeeltern, die ein Kind die Chance bieten in einer Familie
aufzuwachsen, die nicht positiven Erlebnisse zu verarbeiten und
dem Kind Wärme, Geborgenheit und Liebe geben sowie das
"Kind sein" ermöglichen, leisten eine verantwortungsvolle gesellschaftliche Aufgabe.
Hierfür bedarf es der qualitativen Beratung, Betreuung und Kontrolle.
In der Vergangenheit haben wir bereits darauf hingewiesen, dass die
massive Steigerung der Quantität und die Vernachlässigung der Qualität
in keiner Weise den Kindern und den Pflegeeltern hilft.
Damit mehr Kindern die Chance und eine Alternative zu einer
Heimunterbringung angeboten werden kann in einer Familie aufzuwachsen,
genügt es nicht nur viele Familien für diese Aufgabe zu gewinnen, sondern
die Rahmenbedingungen für die Kinder und Familien ebenfalls anzupassen.
Dazu gehören nicht Sparmaßnahmen in der Jugendhilfe,
sondern Beratung, Betreuung, Unterstützung
sowie Investitionen, Prüfung und Kontrolle.

                     


Die Kinder- und Jugendhilfe bedarf grundlegender Reformen

ROLIVE ist Mitunterzeichner der gemeinsame Erklärung zum Tod von Chantal (11) in Hamburg und von Zoe (2) in Berlin auf Initiative der Deutschen Kinderhilfe e.V. und der Projektgruppe „Strukturanalyse Fremdunterbringung“:

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